Wesel Zweigleisig in eine Richtung 09.05.2009 (RP)
Wesel SPD lädt Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee ein 08.05.2009 (NRZ)
Hamminkeln Betuwe: Initiativen gemeinsam? 08.05.2009 (NRZ)
Geplaatst door cohesie op 12/05/2009
Wesel Zweigleisig in eine Richtung 09.05.2009 (RP)
Wesel SPD lädt Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee ein 08.05.2009 (NRZ)
Hamminkeln Betuwe: Initiativen gemeinsam? 08.05.2009 (NRZ)
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Wesel, 08.05.2009, Petra Herzog

Stand der Technik und der Gesetzgebung in Sachen Lärmschutz an der Betuwe-Linie ist den SPD-Fraktionsvorsitzenden in Wesel und Hamminkeln zu wenig. Ludger Hovest und Manfred Winter fordern in einem Brief an Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee, dass er sich für Lärmschutz nach dem „Stand der Wissenschaft” einsetzt. Und mehr noch: Die Genossen laden Tiefensee für den Sommer ein, um sich mit ihnen und Bürgern darüber zu unterhalten, wie maximaler Schallschutz erreicht wird.
Dabei ist für die SPD klar, dass das dritte Gleis und damit der Lärmschutz kommt. Wie die Bahn ihn umsetzen möchte – drei oder vier Meter hohe Wände –, gefällt den Mitgliedern allerdings nicht. Gefordert wird die Troglage für Feldmark/Blumenkamp und Mehrhoog. Sie sei hier technisch machbar, koste aber zusätzliches Geld. Allerdings, so die Argumentation, werde die Bahn in den nächsten hundert Jahren hunderte Millionen Euro verdienen. Das Eisenbahnbundesamt teste zurzeit Lärmschutzwände geringerer Höhe, die optimaler den Lärm beseitigten als die alten. Eventuell könnten sie hier auch im Rahmen eines Versuchs angebracht werden.
Ähnliches schlägt der Weseler FDP-Ratsherr Friedrich Eifert vor. Er bezieht sich auf Angaben des Bayreuther Bundestagsabgeordneten und Bahnexperten Horst Friedrich, der im April am Niederrhein war und nun auf den Einsatz von Durflex zur Lärmreduzierung aufmerksam macht. Die Firma „Frenzel Bau” aus Freden/Leine bringt den Kunststoff in das Schotterbett ein. Die Folge: Nicht nur der Geräuschpegel werde um rund fünf Dezibel reduziert, auch die Vibration soll um 40 Prozent zurückgehen. Laut Eifert sei die Bahn auf der Suche nach einer Teststrecke. Da biete sich die Betuwe-Linie am Niederrhein geradezu an. Das Positive: Die Maßnahme soll über das Konjunkturpaket I finanzierbar sein, und es seien lediglich noch Lärmschutzwände von ein oder zwei Metern Höhe nötig – allerdings auch zwischen den Gleisen.
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